Rückblick auf "Humanae Vitae"
Anläßlich des Kongresses in Königstein "40 Jahre Humanae Vitae" ist folgender Beitrag von Pater Paul Marx OSB, den er vor 7 Jahren in USA veröffentlicht hat, besonders relevant
Heute können wir die Sprache von Papst Paul VI in seiner Enzyklika "Humanae Vitae" viel besser verstehen, wenn wir in immer mehr der entwickelten Länder sehen, daß dort mehr Särge als Wiegen stehen. Siebzig Nationen, die vierzig Prozent der Weltbevölkerung haben, sind am Absterben, weil sie fallende Geburtenraten (wie überall in der Welt) aufweisen. Die Gründe dafür sind Verhütung, abtreibende Mittel, Sterilisierung und Abtreibung, schließlich auch noch Euthanasie.
Ich habe an die siebzig Länder bereist und habe dort gearbeitet. In jedem hat die Verhütung zu Abtreibungen geführt, zu zunehmender sexueller Verwilderung der Jugend, Scheidungen und all den üblen Zuständen, die heute weltweit
das sexuelle Chaos ausmachen.
Es ist gut, in einer solchen Zeit katholisch zu sein, wenn man sich bewußt wird, was in der Welt geschieht und man sieht, wie doch die Katholische Kirche mit ihrer Lehre zur Sexualmoral Recht hat und prophetisch in ihren Dokumenten, wie zum Beispiel die Enzykliken "Casti Conubii" (Pius XI), "Humanae Vitae"(Paul VI.) und "Familiaris Consortio" (Johannes Paul II).
Ein Humorist in England, der hauptsächlich wegen "Humanae Vitae" zur Katholischen Kirche konvertierte, stellte einmal fest: Wenn man einmal die Zeugung vom ehelichen Geschlechtsakt herausnimmt, dann ist man schnell wieder im alten Barbarenzeitalter, wo Verhütung und Abtreibung üblich waren und überall zum Untergang der Nationen führten.
Pater Paul Marx ist der Begründer des Population Research Institute. Er lebt hochbetagt in der Benediktiner-Abtei "St. John" in Collegeville Minnesota.
(Quelle: Robert Fox, "The Agony of Paul VI". 2001)



